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Eine Conversion ist eine Handlung, die Sie als wichtiges Geschäftsziel festlegen: Kauf, Buchung, geeignete Anfrage oder Anruf. Nicht jede Handlung ist gleich viel wert. Der Aufruf der Kontaktseite deutet auf Interesse hin, ist aber keine eingegangene Nachricht. Ein Produkt im Warenkorb zeigt Absicht, ist jedoch kein abgeschlossener Kauf. Legen Sie vor der Bewertung von Anzeigen fest, welches Ereignis ein tatsächliches Ergebnis darstellt. [1]
Messen Sie den Abschluss, nicht nur den Zwischenschritt
Durchlaufen Sie den Weg Ihrer Kundschaft und erfassen Sie das Ereignis nach erfolgreichem Abschluss. Prüfen Sie bei Formularen den Eingang der Nachricht, bei Käufen die Bestätigung und die Bestellung im Shopsystem. Verhindern Sie doppelte Erfassungen durch erneutes Laden oder Auslösen desselben Ereignisses. Zwei getrennte Käufe einer Person können zweimal zählen. Eine zweimal geladene Bestätigung desselben Formulars darf dagegen nicht doppelt gezählt werden.
Einwilligungen und technische Einstellungen können dazu führen, dass der Bericht nicht jede Handlung abbildet. Vergleichen Sie ihn mit Bestellungen und Vertriebsdaten, unter angemessenem Schutz personenbezogener Daten. Klären Sie Abweichungen, bevor Sie aufgrund der Zahlen das Budget verändern.
Drei unterschiedliche Kennzahlen
- Conversion-Rate setzt erfasste Conversions ins Verhältnis zu den gewählten Interaktionen gemäß Berichtsdefinition.
- CPA, Kosten pro Akquisition beziehungsweise Conversion, teilt die Werbekosten durch die Zahl der Abschlüsse.
- ROAS setzt den den Anzeigen zugerechneten Umsatz ins Verhältnis zu deren Kosten.
Eine fiktive Kampagne kostet 200 € und bringt fünf Käufe mit zusammen 800 € Umsatz. Der CPA pro Kauf beträgt 40 €, der ROAS 4 beziehungsweise 400 %. Das ist kein Gewinn. Ware, Herstellung, Versand, Retouren, Gebühren und Arbeitszeit verursachen weitere Kosten. Bei geringer Marge kann selbst ein scheinbar hoher ROAS unzureichend sein. Für die Entscheidung zählt, welcher Beitrag nach variablen Kosten verbleibt und wie Fixkosten gedeckt werden. [2]
Verknüpfen Sie Anfragen mit Aufträgen
Bei Dienstleistungen entsteht Umsatz oft Wochen oder Monate nach der Anfrage. Wenn eine Kampagne zwanzig Formulare liefert, prüfen Sie, wie viele Anfragen geeignet sind, zu Angeboten führen und schließlich Aufträge werden. Berechnen Sie die Kosten pro geeigneter Anfrage und pro Auftrag. Ein einziger großer Auftrag verändert Durchschnittswerte erheblich. Betrachten Sie deshalb auch die Verteilung, die Länge des Verkaufsprozesses und die Qualität der Kundenbeziehung.
Vereinbaren Sie mit dem Vertrieb einfache Bewertungsregeln. Nicht sämtliche personenbezogenen Daten müssen an die Werbeplattform übertragen werden. Angemessen verarbeitete, zusammengefasste Zahlen reichen häufig für eine geschäftliche Entscheidung. Eine klare Definition der geeigneten Anfrage verhindert, dass jede Nachricht das Ergebnis künstlich verbessert.
Beachten Sie Attribution und Verzögerungen
Eine Person sieht eine Anzeige in sozialen Medien, sucht später nach dem Firmennamen und kauft nach einer E-Mail. Verschiedene Berichte können unterschiedliche Kontaktpunkte als Auslöser ausweisen. Vergleichen Sie Conversion-Definitionen, Attributionszeitraum und Datum von Klick und Kauf. Addieren Sie Plattformzahlen nicht so, als seien es zwingend verschiedene Bestellungen. [3]
Bei wenigen Käufen ist ein einzelner Tag keine belastbare Entscheidungsgrundlage. Beobachten Sie Verlauf, Saison und Preisänderungen. Werden Anzeige, Website und Messung zugleich verändert, bleibt unklar, welche Anpassung das Ergebnis beeinflusst hat.
Machen Sie aus Zahlen eine Entscheidung
Notieren Sie monatlich Ausgaben, abgeschlossene Conversions, Qualität der Anfragen, tatsächlichen Umsatz und bekannte Kosten. Trennen Sie gemessene Werte von Schätzungen. Wählen Sie dann eine Maßnahme: Messung reparieren, Seite verbessern, Botschaft ändern oder Budget anpassen. Eine Kennzahl ist hilfreich, wenn sie zu einer begründeten Entscheidung führt, nicht bloß eindrucksvoll aussieht.
Besondere Fälle
Bei Wiederkäufen sollten Sie festlegen, ob nur die erste Bestellung oder der langfristige Kundenwert zählt. Unterstellen Sie nicht ohne Belege, dass jeder Kunde erneut bestellt. Bei häufigen Retouren vergleichen Sie Werbeumsätze mit den nach Rückgaben verbleibenden Erlösen. Für saisonale Produkte betrachten Sie nach Möglichkeit vergleichbare Zeiträume. Prüfen Sie in neuen Kampagnen zunächst die grundlegenden Ereignisse, bevor Sie komplexe Wertmodelle einführen. Eine nachvollziehbare Rechnung ist hilfreicher als eine scheinbar präzise Zahl aus fehlerhaften Einstellungen.
Häufig gestellte Fragen
Wann sollte eine Conversion erfasst werden?
Durchlaufen Sie den Weg Ihrer Kundschaft und erfassen Sie das Ereignis nach erfolgreichem Abschluss. Prüfen Sie bei Formularen den Eingang der Nachricht, bei Käufen die Bestätigung und die Bestellung im Shopsystem. Verhindern Sie doppelte Erfassungen durch erneutes Laden oder Auslösen desselben Ereignisses. Zwei getrennte Käufe einer Person können zweimal zählen. Eine zweimal geladene Bestätigung desselben Formulars darf dagegen nicht doppelt gezählt werden.
Wie unterscheiden sich Conversion-Rate, CPA und ROAS?
- Conversion-Rate setzt erfasste Conversions ins Verhältnis zu den gewählten Interaktionen gemäß Berichtsdefinition.
- CPA, Kosten pro Akquisition beziehungsweise Conversion, teilt die Werbekosten durch die Zahl der Abschlüsse.
- ROAS setzt den den Anzeigen zugerechneten Umsatz ins Verhältnis zu deren Kosten.
Quellen
Quellen zuletzt geprüft: 12. Oktober 2026.
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